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Goldrute
Solidago canadensis/gigantea
FrSV Anhang 2.1

Im August und September verwandeln sie ganze Brachflächen in ein leuchtendes Goldmeer — malerisch anzusehen, ökologisch problematisch. Kanadische und Späte Goldrute stehen beide auf Anhang 2.1 der FrSV und unterliegen damit einem vollständigen Umgangsverbot. Beide Arten sind in der Schweiz so weit verbreitet, dass eine vollständige Entfernung aus der Landschaft realistischerweise nicht mehr möglich ist. Ziel muss sein, die weitere Ausbreitung in noch intakte, artenreiche Lebensräume zu verhindern.

Solidago canadensis (Kanadische Goldrute) und Solidago gigantea (Späte Goldrute) stammen aus Nordamerika und gehören zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Beide sind ausdauernde, krautige Stauden, die 50–250 cm Höhe erreichen. Die aufrechten Stängel tragen lanzettliche, wechselständige Blätter mit gesägtem Rand. Die goldgelben Blütenrispen erscheinen von August bis Oktober und produzieren tausende leichter Flugsamen. Zusätzlich vermehren sich beide Arten vegetativ über kriechende Rhizome, die bis zu 300 Sprosse pro Quadratmeter bilden können. Sie wurden als Zierpflanze und Bienenweide eingeführt und waren in vielen Schweizer Gärten weit verbreitet.

Beide Goldruten-Arten sind in der ganzen Schweiz etabliert und gelten als vollständig eingebürgert. Sie besiedeln bevorzugt Ruderalflächen, Bahnböschungen, Strassenränder und Industriebrachen, breiten sich aber zunehmend auf Magerwiesen, Auen und Feuchtwiesen aus — Lebensräume, die besonders schutzbedürftig sind. Viele Privatgärten beherbergen noch immer Goldrutenbestände, von denen aus die Ausbreitung in die Umgebung erfolgt. Die Kombination aus Samenflug und Wurzelausläufer macht eine vollständige Eindämmung äusserst schwierig.

Durch ihre hohe Konkurrenzkraft — Beschattung, Allelopathie, dichte Rhizommatte — verdrängen die Goldruten lichtliebende, einheimische Arten auf artenreichen Trocken- und Feuchtstandorten. Bis zu 300 Sprosse pro Quadratmeter verhindern die Ansiedlung jeglicher Begleitvegetation. In sensiblen Lebensräumen wie Halbtrockenrasen und Auen kann dies zu einem vollständigen Artenwandel führen. Für den Menschen besteht keine direkte Gesundheitsgefahr; bei Heuschnupfenpatienten können die Pollen gelegentlich Reaktionen auslösen.

Junge Pflanzen und kleine Bestände vor der Blüte (Mai/Juni) mit der Wurzel ausreissen. Kontrolle im September. Bei grösseren Beständen ist wiederholtes Mähen (mindestens 3–4 Mal jährlich) über mehrere Jahre nötig, um die Rhizome zu erschöpfen. Bestände nie in Blüte stehen lassen — Samenproduktion unbedingt verhindern. Gartenerde aus Goldrutenbeständen nie auf offene Flächen ausbringen — Rhizomstücke genügen zur Neubesiedlung. Pflanzenmaterial in den Kehricht. Eine vollständige Eliminierung aus der Landschaft ist unrealistisch; Priorität hat der Schutz noch intakter Naturschutzflächen. Funde über InvasivApp melden.

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Goldrute_Solidago_canadensis
Alternative 1:
Rainfarn
Tanacetum vulgare

Der Rainfarn (Tanacetum vulgare) ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Er wächst an Wegrändern und Wiesen, enthält ätherische Öle und ist giftig. Seine Blüten bieten zahlreichen Insekten Nektar und Pollen und fördern so die Biodiversität...

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tanacetum_vulgare
Alternative 2:
Echter Dost
Origanum vulgare

Der Echte Dost (Origanum vulgare) ist eine mehrjährige Würz- und Heilpflanze. Er blüht von Juli bis September rosa und ist eine wichtige Nektarquelle für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten. Ideal für naturnahe Gärten und die Förderung der Biodiversität – und beliebt in der Küche!

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Oregano_vulgare