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Götterbaum FR
Ailanthus altissima
FrSV Anhang 2.1

Der Götterbaum (Ailanthus altissima) ist in Ostasien beheimatet und erreicht Höhen bis etwa 25 Meter. Die Art ist zweihäusig, d. h. männliche und weibliche Individuen bilden jeweils unterschiedliche Blüten. Charakteristisch sind das schnelle Wachstum und die starke vegetative Vermehrung über Wurzelausläufer und Stockausschläge. Zusätzlich sorgt eine hohe Samenproduktion für eine rasche Ausbreitung. Besonders nach Fällungen treibt der Baum reichlich aus dem Wurzelstock wieder aus.

Gefahren

Durch Erdtransporte können Wurzelausläufer in neue Gebiete verschleppt werden. In der freien Natur bildet die Art dichte Bestände, welche einheimische Vegetation verdrängen. Der Götterbaum ist äusserst widerstandsfähig: Er kann selbst Asphalt durchbrechen und dadurch Schäden an Strassen oder Bauwerken verursachen.

Bekämpfung

Junge Pflanzen sollten vollständig ausgerissen oder ausgegraben werden. Sämtliches Wurzelmaterial ist über die Kehrichtverbrennung zu entsorgen, da es erneut austreiben kann. Bei grösseren Exemplaren ist ein Ringeln der Rinde die wirksamste Methode. Ein einfaches Fällen ist ungeeignet, da es massenhaft Stockausschläge fördert. Erfolgreiche Bekämpfung setzt daher eine konsequente Nachkontrolle und wiederholtes Entfernen von Neuaustrieben voraus.

Der Essigbaum stammt aus dem östlichen Nordamerika und gehört zur Familie der Sumachgewächse (Anacardiaceae). Er wächst als mehrstämmiger Strauch oder kleiner Baum bis zu 8 Meter hoch. Charakteristisch sind die samtig behaarten, purpurroten Jungtriebe, die unpaarig gefiederten Blätter mit bis zu 15 Teilblättchen sowie die aufrechten, dicht rötlich-braun behaarten Fruchtstände der weiblichen Pflanzen. Die Ausbreitung erfolgt hauptsächlich vegetativ über Wurzelausläufer, die bis zu 10 Meter Radius um den Mutterstock reichen können. Alle Pflanzenteile, besonders der Milchsaft, sind leicht giftig.

Als beliebte Zierpflanze seit dem 20. Jahrhundert in Gärten und Parks gepflanzt, hat sich der Essigbaum von dort entlang von Strassenböschungen, Bahnlinien, Waldrändern, Kiesgruben und Brachflächen in tiefen Lagen schweizweit ausgebreitet. Besonders problematisch ist die Verbreitung über Erdmaterial: Werden Wurzelstücke mit Aushub oder Gartenerde verschleppt, entstehen an neuen Standorten sofort neue Kolonien. Der Essigbaum ist heute im gesamten Mittelland und im Tessin verbreitet.

Durch seine intensive Wurzelbrut bildet der Essigbaum dichte Dickichte, die einheimische Kraut- und Strauchvegetation vollständig verdrängen und die natürliche Regeneration von Lebensräumen blockieren. In Parkanlagen und öffentlichem Grün entstehen erhebliche Unterhaltskosten, da Ausschläge dauerhaft entfernt werden müssen. Für die Infrastruktur gefährlich: Seine Wurzeln dringen in Risse von Mauern, Trottoirs und Fundamenten ein und vergrössern diese. Der Milchsaft kann bei Hautkontakt Reizungen und Entzündungen verursachen — Schutzhandschuhe beim Umgang sind obligatorisch.

Jungpflanzen und Ausläufer sofort mit vollständigem Wurzelsystem ausreissen — vorzugsweise im Frühjahr. Grössere Bestände erfordern wiederholtes Zurückschneiden bis zur vollständigen Erschöpfung der Pflanze (5–6 Schnitte pro Jahr über mehrere Jahre). Absägen allein ist kontraproduktiv: Es stimuliert massives Neuaustreiben. Pflanzenmaterial gehört ausschliesslich in die Kehrichtverbrennung — kein Kompost. Bei grossflächigem Befall kann eine bewilligungspflichtige Herbizidbehandlung nötig sein. Wichtig: Es besteht keine allgemeine Bekämpfungspflicht für Privateigentümer, die Bekämpfung ist aber fachlich dringend empfohlen. Neuvorkommen über InvasivApp oder die kantonale Fachstelle melden.

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Götterbaum (Ailanthus altissima)