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Neozoen in der Schweiz

Von den rund 1300 in der Schweiz beobachteten gebietsfremden Tierarten gelten 85 als invasiv oder potenziell invasiv. Sie kommen zu Wasser und zu Land, als Insekt, Fisch, Krebs, Weichtier oder Säugetier — ihre Gemeinsamkeit: Ohne das Zutun des Menschen wären sie nie in die Schweiz gelangt. Ballastwasser, Warentransporte, der Aquarienhandel, illegal ausgesetzte Haustiere — die Einschleppungswege sind so vielfältig wie die Arten selbst.

Die Folgen: Invasive Neozoen verdrängen einheimische Arten durch Konkurrenz, Prädation oder als Überträger von Krankheitserregern, gegen die einheimische Arten keine Abwehrmechanismen haben. Die Folgen sind gravierend: Infrastrukturen werden beschädigt, Fischbestände dezimiert, Amphibienpopulationen gefährdet. Manche Arten sind auch für den Menschen ein Gesundheitsrisiko. 

In der Schweiz regelt die Freisetzungsverordnung (FrSV) Haltung, Handel und Freilassung invasiver Tierarten. Anders als bei Neophyten gibt es keine allgemeine Bekämpfungspflicht. Den Kantonen obliegt es, invasive Neozoen zu überwachen, Neufunde zu melden und Ausbreitungen präventiv entgegenzuwirken.

Aus der Gruppe der 85 invasiven oder potenziell invasiven Arten hebt neobiotasuisse.ch zwölf Species hervor. Dieses «Problem-Dutzend» erhält aufgrund seines Schadenpotenzials und seiner Bedeutung für Ökosysteme, Landwirtschaft und Infrastruktur besondere Aufmerksamkeit. Wir stellen dieser Arten vor: Porträt, Verbreitung, Risiken und Handlungsempfehlungen. 

Kennen Sie eine Art, die in dieser Zusammenstellung fehlt? Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.