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Drüsiges Springkraut
Impatiens glandulifera
FrSV Anhang 2.1

Mit bis zu zwei Metern Höhe, rosa bis purpurroten Blüten und einem explosiven Schleudermechanismus für seine Samen ist das Drüsige Springkraut eine der auffälligsten invasiven Pflanzen der Schweiz. Ursprünglich aus dem Himalaya als Zier- und Bienenpflanze eingeführt, hat es Flussufer und Auenwälder schweizweit dicht besiedelt. Es steht auf Anhang 2.1 der FrSV — Umgangsverbot seit September 2024. Seine einjährige Lebensweise macht die Bekämpfung grundsätzlich machbar, erfordert aber Konsequenz über mehrere Jahre.

Impatiens glandulifera gehört zur Familie der Balsaminengewächse und stammt aus dem westlichen Himalaya, wo es bis 3000 m ü.M. vorkommt. Die kräftige, einjährige Staude wird bis zu 2 Meter hoch. Der Stängel ist hohl, fleischig und rötlich, oft leicht durchscheinend. Die lanzettlichen, scharf gezähnten Blätter tragen an der Basis charakteristische rote Drüsen. Die oberen Blätter stehen oft zu dritt im Quirl. Die Blüten sind rosarosa bis purpurrot, selten weiss. Pro Pflanze entstehen bis zu 800 Samen, die durch den Schleudermechanismus der Kapseln mehrere Meter weit katapultiert werden. Fliessgewässer transportieren Samen über weite Distanzen.

Das Drüsige Springkraut besiedelt in der Schweiz bevorzugt feuchte, nährstoffreiche Standorte: Flussufer, Bachufer, Auenwälder, Waldschläge und feuchte Wegränder. Entlang von Fliessgewässern bildet es oft lückenlose, kilometerweite Bestände. Die Ausbreitung wird durch forstwirtschaftliche Eingriffe — Öffnung des Waldkronendaches, Forstmaschinen — begünstigt, da die Art Licht und gestörten Boden benötigt. Heute ist es in der ganzen Schweiz präsent, von Tallagen bis in mittlere Berglagen. Seine einjährige Natur bedeutet: ohne Samenproduktion kein Bestand.

Durch seine hohe Wuchsdichte blockiert das Springkraut das Licht vollständig — unter seinen Beständen kann keine weitere Vegetation existieren. Dies führt zur Verarmung der Begleitvegetation in naturnahen Auenlebensräumen und Bachufern, die zu den artenreichsten und schutzwürdigsten Lebensräumen der Schweiz gehören. Nach dem Absterben der einjährigen Pflanzen im Herbst hinterlässt es kahle, erosionsanfällige Ufer. Es verdrängt zudem die einheimische Bestäuberkonkurrenz. Für Menschen besteht keine gesundheitliche Gefährdung.

Die wirksamste Methode: Pflanzen zweimal jährlich (Mai und Juli) kurz vor der Blüte ausreissen oder bodennah mähen — unterhalb des ersten Stängelknotens, da sich sonst neue Blütentriebe bilden. Kontrolle im September. Bekämpfung entlang von Gewässern erfordert besondere Sorgfalt — Samen im Wasser verschleppen sich rasch. Pflanzenmaterial ausschliesslich in den Kehricht, nie in Grüngut oder Kompost. Erfolgreiche Bekämpfung muss über mindestens zwei Jahre wiederholt werden, da Samen bis zwei Jahre keimfähig bleiben. Funde über InvasivApp melden, besonders an Fliessgewässern und in Auenwäldern.

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DrüsigesSpringkraut_Impatiens glandulifera
Alternative 1:
Wald-Ziest
Stachys sylvatica

Der Wald-Ziest (Stachys sylvatica) ist eine heimische Wildstaude, die wertvolle Nahrung für Bienen und Schmetterlinge bietet. Seine purpurroten Blüten ziehen viele Insekten an, und die Pflanze bietet auch Lebensraum für Kleintiere. So trägt er wesentlich zur Förderung der Biodiversität bei.

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stachys_sylvatica
Alternative 2:
Pestwurz
Petasites hybridus

Die Pestwurz (Petasites hybridus) ist eine heimische Pflanze mit sehr frühen Blüten, die eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und andere Bestäuber darstellen. Ihre grossen Blätter schaffen feuchte Rückzugsorte für Kleintiere. Damit trägt sie zur Förderung der Biodiversität in Auen und an Gewässerufern bei.

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Petasites_hybridus